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Wie macht man Yoga online?

Alle Yoga- und Fitnessstudios haben geschlossen, Yoga im Park ist aufgrund des Versammlungsverbots auch erst einmal nicht drin, wie also kann ich meine Yogaroutine in Zeiten von Corona aufrecht erhalten? – Viele Yogalehrer*innen sind in den letzten Wochen dazu übergegangen, Yogakurse online anzubieten. Mady Morrison oder Amiena Zylla machen es schon lange auf eigenen Youtube Kanälen vor: Yoga zuhause, vor dem eigenen Fernseher, Computer oder Handy funktioniert auch!

Wo soll ich mit Online Yoga anfangen?

Das Angebot von Online Yogastunden ist vor allem auf der Plattform Youtube enorm. Nicht nur Mady und Amiena, von denen ich oben schon gesprochen habe, sondern auch viele Yogastudios haben inzwischen eigene Kanäle, auf die regelmäßig neue Stunden hochgeladen werden. Yogalehrer*innen, die dort schon lange vertreten sind, haben den Vorteil, dass sie bereits viel Erfahrung im Online Unterrichten haben und auch aufgrund ihrer Expertise so erfolgreich sind. Dementgegen steht, dass du deine eigene Yogalehrerin, ihren Stil, ihre Tipps und Tricks inzwischen kennst und du der Stunde leichter folgen kannst. Außerdem kannst du dein Yogastudio in diesen Zeiten unterstützen, indem du weiterhin Kurse bei ihnen “buchst”. Da die Miete dort meist weiterhin gezahlt werden muss, ist das eine gute Idee, vor allem, wenn du willst, dass dein Yogastudio auch nach der Coronakrise noch existiert.

Wie bereite ich mich auf meine erste Online Yoga Stunde vor?

Prinzipiell gilt das gleiche, wie auch bei einer Yogastunde im Studio. Du solltest ungefähr zwei Stunden, bevor du auf die Matte gehst, nichts essen und versuchen, nicht total abgehetzt zum Unterricht zu kommen. (Da du ja nun vermutlich bereits zuhause bist, räume dir genug Zeit an, um die technischen Details zu organisieren. Dazu weiter unten noch mehr.) Überlege dir vorher, was für eine Yogastunde du gern machen würdest. Brauchst du eher eine ruhige Yin Yoga Stunde? Einen aktivierenden Vinyasa Flow? Oder eine Übungseinheit, die speziell auf ein Körperteil, wie zum Beispiel verspannte Schultern, ausgerichtet ist? Prüfe den Stundenplan deines Yogastudios oder durchforste Youtube nach der richtigen Online Yoga Einheit für dich. Mir persönlich ist auch immer die Stimme des Lehrers wichtig, um mich wohl zu fühlen.

Fündig geworden? Dann suche dir eine Stelle in deiner Wohnung, in der ausreichend Platz für deine Matte und noch ein bisschen Bewegungsfreiheit darüber hinaus vorhanden ist. Je nach Yogaart brauchst du Kissen, Blöcke (alternativ Bücher), einen Gurt (oder Gürtel), ein Augenkissen (oder ein kleines Tuch), ein Handtuch und natürlich deine Yogamatte.

Aaaaaah, TECHNIK!!!

Daran kommst du beim Online Yoga wohl leider nicht vorbei. In irgendeiner Form musst du wohl oder übel auf einen Bildschirm gucken, um deiner Yogastunde folgen zu können. Wenn du dich für Yoga über Youtube entschieden hast, kannst du prüfen, ob du das Video über deinen Fernseher laufen lassen kannst, um so möglichst viele Details sehen zu können. Yogastudios mit (Bezahl-) Kursen senden dir meist ein paar Stunden vor dem Unterricht einen Link zu, der dich in einen Online Meetingraum führt. Es gibt inzwischen einige Anbieter wie zoom, go to meeting, skype, teams,… Für das Handy musst du dir in den meisten Fällen vorher eine App installieren, um das Video sehen zu können, aber auch am Computer macht es Sinn, mindestens eine halbe Stunde vor Beginn zu testen, ob du das jeweilige Portal öffnen kannst und dein Mikrofon und wenn du magst, auch dein Video (wenn du willst, dass die Lehrerin dich sieht) funktionieren.

Es geht los! Die Online Yoga Stunde beginnt.

Du hast deine Matte und dein Zubehör bereit, die Videoübertragung steht? Dann kann es ja losgehen! Falls du dich entschieden hast, dein Video zu übertragen, sodass dich der Lehrer sehen kann (manchmal geht das aber aus Datenschutz rechtlichen Gründen auch gar nicht und bei Youtube überträgst du ja gar nichts), achte darauf, dass nicht allzu viel Lärm zu hören ist und man dich gut sehen kann. Wenn du der Stunde ohne Feedback folgst, bist du dein*e eigene*r Lehrer*in! Höre auf deinen Körper, er ist der Maßstab dafür, was du in dieser Stunde machen kannst und sollst. Wenn das Video eine Übung vorzeigt, bei der du dich nicht wohlfühlst oder gar Schmerzen hast, suche dir eine alternative Version oder brich die Position ganz ab. Das Schöne beim Online Yoga kann ja gerade sein, dass du von niemandem beobachtet wirst und daher ganz bei dir sein kannst, ohne dich zu vergleichen. Denn darum geht es ja beim Yoga, die Verbindung zu deinem eigenen Körper herzustellen und dich von deinem Atem anleiten zu lassen.

Hören ist besser als gucken!

Wenn du gerade im herabschauenden Hund bist, ist es vermutlich schwierig, auf deinen Bildschirm zu blicken ohne dich zu verrenken. Das Gleiche gilt für viele andere Asanas (Haltungen). Versuche daher, der Stimme deiner Lehrerin zu folgen und die Anweisungen so bestmöglich umzusetzen. Selbstverständlich kannst du ab und zu auf den Bildschirm schauen, wenn du dir sehr unsicher bist. Aber gerade, wenn du deinen Lehrer schon kennst, kannst du ja bereits erahnen, was gemeint ist und so einen natürlicheren Ablauf deiner Yogapraxis gewährleisten. Selbst wenn du einer neuen Yogini folgst, versuche dich auf ihre mündlichen Erklärungen zu konzentrieren und ganz bei dir und deinem Körper zu sein.

So, jetzt bleibt mir nur noch, dir viel Spaß zu wünschen und zu hoffen, dass wir uns trotz des tollen Online Angebots bald alle wieder in unseren Lieblingsyogastudios treffen können, um gemeinsam auf der Matte zu üben!

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